Tresterausbringung im Ackerbau

Tresterausbringung im Ackerbau:

Für 2017 galt für Rheinland-Pfalz eine interne Regelung, die bis auf Weiteres (bzw. auch in diesem Herbst) gilt: Trester kann im Ackerbau wie ein Wirtschaftsdünger nach den für Festmist oder Kompost geltenden Regeln eingesetzt werden. Ein Verbotszeitraum besteht nur vom 15.12. bis 15.01. Dies setzt aber trotzdem voraus, dass ein Bedarf vorhanden ist, d. h. die Aufbringung im Ackerbau vor der Saat von Winterungen (z.B. Winterweizen) oder auf stehende Winterungs- (Raps und Wintergerste!) oder noch wachsende Zwischenfruchtbestände ist zulässig. Die Ausbringung im Herbst vor Sommerungen ist nicht möglich, da dafür im Herbst kein Düngebedarf besteht.

Der im Herbst ausgebrachte Trester ist im Frühjahr bei der N-Düngebedarfsermittlung für 2019 mit 10 % seines Gesamt-N-Gehaltes auf den ermittelten N-Bedarf anzurechnen. Zudem ist im Folgejahr (2020) noch einmal eine Nachlieferung von 10 % vom Gesamt-N anzurechnen. Man kann das aber auch schon 2019, also mit insgesamt 20 %, mitanrechnen (dann ist es erledigt). Wir nehmen bei frischem Traubentrester folgende Nährstoffgehalte pro Tonne (Frischmasse) an:

7,4 kg N und 2,3 kg P2O5 sowie 8 kg K2O und 0,5 kg MgO.

Die Gehalte an P, K und Mg sind in jedem Fall auf den ermittelten Bedarf mit 100 % anzurechnen.

Weitere tagesaktuelle Informationen aus Rheinland-Pfalz finden Sie hier: www.isip.de

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Ulrich Noeth

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